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Große Verluste

Zeitschriften verlieren 2009 überproportional im Anzeigengeschäft. Die großen Titel zwischen 22 und 27 Prozent. Von 320 Titeln sind ¾ im Minus. Die größten Gewinner sind monatliche Programmzeitschriften wie TV klar und TV Sudoku, allerdings auf mittlerem bis niedrigem Gesamtvolumen.

Starke Verlierer nach mit bis zu 40 Prozent sind die Wirtschaftsmagazine, die in der Vergangenheit immer extrem anzeigenstark waren. In der Reihenfolge der Großen hat sich wenig geändert. Burda Titel belegen die Plätze 3, 5 und 6. Die Zeit taucht erstmals …

10 Thesen zur aktuellen Entwicklung im Zeitschriftenmarkt

  1. Redaktionen und Verlagsbereiche, in denen heute Qualitätsprodukte erstellt werden, sind vielfach zu groß und zu teuer. Bei den starken Anzeigenerlösrückgängen müssen sich die Verlage auf radikal niedrigere Kosten einstellen. Flachere Hierarchien in Verlagen und Redaktionen. Analyse der Gehaltsstrukturen, richtige Mischung von Redaktionspersonal, Synergien in Vertriebs- und Anzeigenmarkt müssen konsequent genutzt werden
  2. Qualitäts- und originärer Inhalt von Medien muss teurer werden; sowohl bei Zeitungen als auch bei Zeitschriften. Jahrelang konnte über Anzeigenpreissteigerungen der erforderliche Erlöszuwachs erzielt werden, der nötig war, um stabile …

Ohne Druck geht es nicht

Auflagenschwund, Rezession, Entlassungen: Deutschlands Verlegern geht in der Krise langsam die Puste aus. Zeit für neuen Mut und ein Bekenntnis zu gedruckten Medien.

Ohne Zweifel, Alfred Draxler, stellvertretender Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, war auf deftige Sprüche eingestellt, als er am 10. November 2008 Dieter Bohlen zur öffentlichen Blattkritik in der Hauptstadtredaktion begrüßte: „Wir sind auch bereit, im Netz einige Aussagen von Ihnen zu zensieren oder zu piepen.“

Stattdessen überraschte der Musikproduzent die Runde am Newsdesk mit Gespür für aktuelle Herausforderungen der Verlagsbranche: „Wie …